Daun Ensemble:  „Dag und Düster“

Rafael Daun – Gesang, Cornemuse Béchonnet, Northumbrian Smallpipes, Cister
Tom Daun – Keltische und Böhmische Harfe, Arpa Paraguaya
David Leahy – Kontrabass



Zwischen „Dag und Düster“ liegt die Dämmerung. Das Licht verblasst, die Schatten werden länger, leise breitet die Nacht ihren Schleier aus. Konturen verschwimmen, Kontraste heben sich auf, Grenzen werden fließend - magische Momente.
Musik zwischen „Dag und Düster“: sanfte Harfentöne, derbe Dudelsack-Klänge, ein tanzender Kontrabass, Improvisationen über historische Melodien, Elemente aus französischem Bal Folk und deutschem Barock, skurrile Texte über Hexen und Hamlet.
Die Grenze zwischen gestern und heute wird fließend. Das Daun Ensemble bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Alter Musik, Folk und Improvisation: traditionelle Melodien in zeitgenössischem Arrangement, neue Kompositionen für „alte“ Instrumente, verspielt und augenzwinkernd, magisch und mehrdeutig.

Als musikalische Quellen dienen Liedsammlungen und Tanzbücher zwischen Renaissance und Romantik. Besonders ergiebig sind die Notenblätter des Johann Dietrich Dahlhoff, der im 18. Jahrhundert als Küster, Kantor und Totengräber in der westfälischen Gemeinde Dinker (Kreis Soest) wirkte. Auf über 1400 Seiten zeichnete der fleißige Musikant Tanzmelodien seiner Zeit auf: dörfliche Gebrauchsmusik mit stilistischen Einflüssen aus barocker Kunst und Volkstradition.

Tom Daun, „Master oft Music“ der Universität Edinburgh, gilt als einer der führenden Vertreter von traditioneller und historischer Harfenmusik in Deutschland. Auf diversen Harfen interpretiert er Melodien des Mittelalters und der Renaissance, keltische Weisen, südamerikanische Rhythmen und eigene Kompositionen. Er zählt zu den besten Interpreten auf der zweireihigen Arpa Doppia.
mehr: WEB-Seite Tom Daun

Rafael Daun beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit verschiedensten europäischen Dudelsäcken und spielt sowohl den großen flämischen Breughel-Dudelsack, die französische Cornemuse Bechonnet, die Grande Vornemuse Borubonnaise, den Oberpfälzer Bock und die Norhumbrian Smallpipe.

David Leahy
stammt aus Neuseeland, wo er Klassische Musik studierte. Nachdem er sich zuerst mit der keltischen Welt und dem Jazz beschäftigt hatte, konzentrierte er seine Arbeit auf freie Improvisation und interdisziplinäre Kunst-Kooperationen. Zurzeit arbeitet er international als Solist, Komponist und Performer.